Friedrich-Wilhelm Bach

Verleihung der Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Clausthal an Professor Friedrich-Wilhelm Bach durch die Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau.

  

Professor Friedrich-Wilhelm Bach (l.) erhät die Urkunde von Professor Jürgen Dix, dem Dekan der Clausthaler Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau. (Foto: Jürschik)

Die Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau hat am 29. Mai 2009 zum Festakt anlässlich der Ehrenpromotion von Professor Friedrich-Wilhelm Bach in die Aula der Technischen Universität geladen [Die komplette Einladung].

Die Eröffnungsrede wurde von Professor Thomas Hanschke, dem Präsidenten der TU Clausthal gehalten. Er ging dabei auf das weitläufige Fachgebiet Werkstoffkunde von Professor Bach ein, auf dem der Ehrendoktor mit Begeisterung und Leidenschaft Forschung betreibt. Nicht unerwähnt blieb auch die herausragende Größe des Institutes von Professor Bach sowie einige Parallelen zur TU Clausthal [Die komplette Rede des Präsidenten].

Professor Jürgen Dix, Dekan der Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau erläuterte in seiner Rede, den Begriff Ehrenpromotion sowie die herausragende Bedeutung für die Fakultät, da dieses ihre erste Ehrenpromotion seit Bestehen ist. Er würdigte insbesondere die gewaltige Zahl an Publikationen [Die komplette Rede des Dekans].

Die Laudatio wurde von Professor Volker Wesling, Prodekan und Direktor des Instituts für Schweißtechnik und Trennende Fertigungsverfahren, gehalten. Professor Wesling berichtete zunächst anschaulich von seiner ersten Begegnung mit Friedrich-Wilhelm Bach, damals noch Oberingenieur des Instituts für Werkstoffkunde aus Hannover, im Jahre 1993. Weiter ging es mit dem Lebenslauf von Professor Bach, insbesondere fokussiert auf die vielfältigen wissenschaftlichen Tätigkeiten, welche auch in zahlreichen Sonderforschungsbereichen und DFG Forschergruppen zur Mitgliedschaft führte.  Abschließend würdigte Professor Wesling den Kollegen als einen „genialen, außergewöhnlich erfolgreichen Wissenschaftler von internationaler Qualität und Exzellenz“ [Die komplette Laudatio des Prodekans].

Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen auf dem Gebiet der Werkstofftechnologie und der engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der TU Clausthal. „Ich freue mich auf die weitere Zukunft mit Clausthal“, sagte der 64-Jährige nach der Würdigung und sprach in seinem Festvortrag über die Medizintechnik als eine Herausforderung für Werkstoffkundler. Inbesondere über die nicht zu vermutende Zersetzung von Magnesium im Körper [Der komplette Festvortrag des Ehrendoktors].

Die vielfältigen Verbindungen zwischen Friedrich-Wilhelm Bach, der das Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover leitet, und Clausthaler Wissenschaftlern bestehen seit den frühen 1980er Jahren. Beide Seiten haben in verschiedenen Sonderforschungsbereichen (SFB) zur Werkstofftechnik zusammengearbeitet.

Darüber hinaus sitzt Professor Bach im Vorstand des Clausthaler Zentrums für Materialtechnik. Eine Partnerschaft, wie sie im Rahmen der Niedersächsischen Technischen Hochschule gewünscht wird, findet hier seit längerem statt. So war der neue Ehrendoktor auch zwischen 2001 und 2005 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts (Cutec).

 

Professor Friedrich-Wilhelm Bach während der Festreden in der Aula der Technischen Universität Clausthal. (Foto: Jürschik)

Friedrich-Wilhelm Bach, geboren am 5. September 1944 im niedersächsischen Bleckede an der Elbe, hat in Hannover Maschinenbau, Fachrichtung Werkstofftechnik, studiert und dort auch promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte reichen vom Maschinenbau über die Füge- und Prüftechnik bis zur Metallurgie und Medizintechnik. Zwischen 1997 und 2001 führte ihn sein Weg an die Universität Dortmund, wo er mit Professor Matthias Kleiner, derzeit Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), zahlreiche Großprojekte und Schwerpunktprogramme initiierte. 2001 kehrte er nach Hannover zurück und leitet dort seitdem das größte Werkstoffinstitut Deutschlands. Neben vielen Ämtern, beispielsweise als Vorstandsvorsitzender des Produktionstechnischen Zentrums Hannover, hat sich Professor Bach in den neuen Bundesländern engagiert und bekam dafür 2006 das Bundesverdienstkreuz. Aufgrund seiner Zusammenarbeit mit der Akademie der Metallurgie der Ukraine wurde er zum Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften der Hochschule der Ukraine ernannt. Im April dieses Jahres erhielt Professor Bach überdies die Ehrendoktorwürde der Universität Bremen.

Seine herausragende wissenschaftliche Arbeit ist in über 500 Veröffentlichungen dokumentiert. Darüber hinaus ist Professor Bach Erfinder und Initiator von über 50 nationalen und internationalen Patenten. 

 

Das Auditorium während des Festaktes in der Aula der Technischen Universität Clausthal. (Foto: Jürschik)

Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Klarinetten-Ensemble des Sinfonieorchesters der TU Clausthal mit folgenden Musikstücken:

Op. 56, No. 15, 1. Satz Cantabile von J. Wanhall
Op. 20, 1. Satz Larghetto von Campagnoli
Op. 6, 1. Satz Moderato von B. Bruni

 

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